PSV Eindhoven

Auf die Saison 1999/2000 wechselte ich damals als 22-jähriger vom Grasshopper-Club zum PSV Eindhoven. Ich wurde auf anhieb Stamm- spieler und zu einem wichtigen Bestandteil in der 11 von PSV Eindhoven. In meinen ersten beiden Eredivisie-Spielzeiten wurden wir gleich Meister. In der zweiten Saison avancierte ich bereits zum Vizecaptain der Mann- schaft.

Einen ganz grossen Erfolg errang ich in dieser Saison auch auf persönlicher Ebe- ne. Ich wurde von den Profispielern der Eredivisie zum besten Fussballer vom Jahr 2000/2001 gewählt. Dieser Erfolg ist doch ein sehr grosser, gewannen doch diese Auszeichnung vor mir Spieler vom Kaliber wie Jaap Stam, Marc Overmars, Frank Rijkaard oder Ruud Gullit um nur einige zu nennen.

In der darauf folgenden Saison verpassten wir zwar die Meisterschaft knapp, dafür erreichten wir aber das Viertelfinale im UEFA-Pokal.

In der Saison 2002/2003 war es dann so weit in meinem 4 Jahr bei PSV Eindhoven gewannen wir zum 3 Mal die Meisterschaft, wir absolvierte in dieser Saison sämtliche Heimspiele im Philips Stadion vor ausverkauftem Haus.

In der Saison 2003/2004 vor der Europameisterschaften in Portugal lief es nicht wunschgemäss für uns. Wir verpassten die Meisterschaft, qualifizierten uns aber mit dem zweiten Platz für die UEFA Champions League.

Für mich war es bereits die 7 Champions League Saison. In der Meisterschaft lief es nach anfänglichen Schwierigkeiten wie am Schnürchen und wir lagen schon nach Mei- sterschaftshalbzeit mit zehn Punkten Vor- sprung an der Tabellenspitze. In der Cham- pions League hiessen unsere Gruppen- gegner Arsenal, Panathinaikos Athen und Rosenborg Trondheim. Wir beendeten die Gruppenphase mit 13 Punkten gleichauf mit Arsenal. Im Achtelfinal kam es zum ersten Holländisch-Französischen Duell, in welchem wir uns mit einem Gesamtscore von 3-0 gegen die AS Monaco durchsetzten. Im Viertelfinal war dann Olympique Lyon der Gegner: das Kräfteverhältnis war dieses Mal ausgeglichener und nach 2x90 Minuten hiess es 2-2. Wir hatten jedoch die besseren Nerven und setzten uns schlussendlich ver- dient im Penaltyschiessen durch.

Es kam zum Spiel des Jahres für den PSV Eindhoven und mich. Im Halbfinale der Champions League kam es zum Aufeinan- dertreffen mit dem "grossen" AC Milan. Mein Abgang stand zu diesem Zeitpunkt schon fest, da ich nach 6 Jahren Holland noch eine andere Fußballkultur kennen lernen wollte, doch war man sich zu die- sem Zeitpunkt noch mit keinem anderen Verein einig geworden. Das Hinspiel im San Siro ging 2-0 verloren und die Enttäuschung war dementsprechend gross. Wir hielten gut mit und hatte phasenweise mehr vom Spiel.

Zwischen Hin- und Rückspiel sicherten wir uns noch die Meisterschaft, die vierte in meinem sechsten PSV-Jahr. Mit diesem Titel gestärkt gingen wir ins Rückspiel. Von der ersten Minute an gaben wir als holländischen Meister den Ton an. Doch ausser dem frühen Führungstreffer in der 9. Minute durch den Südkoreaner Park schaute aus den Angriffen der ersten Halbzeit nichts Zählbares heraus.

Erst in der 66. Minute schoss Cocu durch einen Kopfball das hoch verdiente 2:0. Die Zuschauer hatten sich bereits auf eine Verlängerung eingestellt, als Milan mit seinem ersten nennenswerten Angriff zum 1:2 traf. Das 3:1 durch Philippe Cocu, der bereits zum 2:0 getroffen hatte, nützte uns nichts mehr. Die Auswärtstor-Regel entschied zu Gunsten der Italiener. Wir waren über beide Spiele gesehen mindestens ebenbürtig gewesen. Ich zeigte, wie meine Mitspieler auch, zwei starke Partien. Doch die Italiener waren effektiver und qualifizierten sich deshalb für den Final gegen Liverpool.

Nach der verpassten Chance in der Champions League hatte ich noch die Möglichkeit den PSV mit dem Double zu verlassen. Im Amstel-Cup Final gegen Willem II setzten wir uns klar mit 4-0 durch.